Archive for the ‘Zukunft der Herstellung’ Category

Publishers’ Forum 2010

Montag, Dezember 21st, 2009

Publishers’ Forum 2010 in der axica

Jetzt anmelden zum Publishers’ Forum 2010 und bis 12. Februar Frühbucherrabatt sichern

Das Publishers’ Forum 2009 zählte 190 Besucher und sprengte damit das Fassungsvermögen des bisherigen Veranstaltungsorts, der Alten Kommandantur, wo die Berliner Bertelsmann-Repräsentanz untergebracht ist. Klopotek hat sich mit axica nun für eines der in seiner Architektur kreativsten und ansprechendsten Gebäude Berlins entschieden, um regen Austausch zu ermöglichen – auch für eine große Anzahl von Teilnehmern. Wenn Sie Konzepte bedenken oder noch suchen, treten Sie in den Austausch und testen Sie Ihre Ideen in konstruktiven Auseinandersetzungen.
Informieren Sie sich auf der Website von Klopotek über das Publishers’ Forum 2010.
Bitte informieren Sie sich bei Helmut von Berg oder bei Marlit Junge (m.junge (at) klopotek.de) über die Sonderkonditionen für Mitglieder der Berliner Werkstatt Herstellung.

190 Teilnehmer beim Publishers’ Forum

Montag, Mai 4th, 2009

Forum

190 Vertreter aus Verlagen, Dienstleistungsunternehmen und Hochschulen waren beim Publishers’ Forum 2009 dabei.

Eine Vorab-Version der Kongress-Dokumentation können Sie als Pdf-Datei über die Website von Klopotek herunterladen.

Auf der Klopotek Homepage finden Sie auch Links zu einem Artikel auf buchmarkt.de zum Publishers’ Forum 2009 sowie zu einem Interview mit Helmut von Berg, Direktor Klopotek & Partner GmbH, zum Publishers’ Forum 2009.

Beteiligen Sie sich an der Diskussion

Montag, Oktober 6th, 2008

StartwithXMLVor kurzem gestartet: Das internationale ”StartWithXML“-Projekt, das sich mit der Frage auseinandersetzt, wie wichtig XML für die Zukunft von Verlagen ist. Machen Sie mit!

Standardprozesse der Herstellung als Voraussetzung zielgerichteter Prozesskontrolle

Montag, Juli 21st, 2008

Ein Beitrag von Ulrike Störrle, stellvertretende Herstellungsleiterin bei MairDumont, und Helmut von Berg, Direktor Klopotek & Partner

Pic BWHEs wird für Verlage von Tag zu Tag wichtiger, auf kürzestem Weg vom Content zum Produkt kommen zu können. Produkte müssen immer schneller produziert werden. Hersteller können in Zukunft nicht mehr mit monatelangem Vorlauf anfangen zu arbeiten, wenn der Content des Verlags nicht mehr nur in Halbjahres-Programme verpackt zum Verkauf angeboten werden muss. Auf dem letztjährigen Forum Herstellung haben wir das „months to minutes shift“ genannt. Wenn in absehbarer Zeit Content, der soeben online gefunden wurde, unmittelbar Nachfrage nach sich zieht, besteht für den Verlag die dringende Notwendigkeit, über die Organisation von Workflow nachzudenken, der diese Nachfrage sicher zu bedienen geeignet ist. Eine der wesentlichen Voraussetzungen für dieses Vorhaben liegt seit über einem Jahr vor, die „Standardprozesse der Herstellung“, erarbeitet von der Berliner Werkstatt Herstellung.

Warum sollte es nun ein Kunststück sein, diese Elemente für Workflow-Definitionen zu nutzen, wenn alle Welt bereits von „Workflow-Engines“ spricht und selbst MS Word unter dem Begriff „Flussdiagramm“ Elemente für die Workflow-Beschreibung zur Verfügung stellt und verschiedene Ansätze mit Prozessmanagement-Tools schnelle Klärung versprechen?

Das Defizit bestehender Workflow-Darstellungen

Wenn eine in monatelanger Arbeit abgestimmte Workflow-Beschreibung eines Verlags auf einer DIN-A3-Seite keinen Platz hat, stellt man sich unwillkürlich die Frage, ob da nicht doch nach der „eierlegenden Wollmilchsau“ gesucht wurde. Die Idee, dass es einen „generellen“ Workflow geben könnte, hat die Werkstatt nie verfolgt. Dabei ist es nicht so schwer, beispielweise mithilfe einer gängigen Projektplanungssoftware aus den gegebenen Standardelementen einen Ablauf zu konstruieren, der auf den ersten Blick überzeugend die Lösung aller Probleme verheißt: „Es funktioniert. Die in der Werkstatt erarbeiteten Prozess-Schritte bieten ein wunderbares Modell zur Beschreibung eines Herstellungsprojekts.“

Doch bei genauerer Überprüfung wird deutlich, dass diese Darstellungsform zu kurz greift, weil es sich dabei vielmehr um einen Terminplan als um einen Workflow handelt. Die offene Frage ist nämlich, was eine solche Form der Darstellung über die Qualität der beschriebenen Prozesse aussagt. Einen Prozess-Schritt aus dem „Standard“ zu verwenden, ohne dass die Eigenart seiner Verwendung deutlich wird, gibt keinen Hinweis auf die spezifische Qualität dieses Prozess-Schrittes. Und damit hält das Ergebnis der Herausforderung, einen zielgerichteten Workflow zu generieren, der organisiert, gesteuert und kontrolliert werden kann, nicht stand.

Wir wollen das an einem Beispiel verdeutlichen: Der Prozess-Schritt Auftrag erteilen ist im publizierten „Standard“ durch den Kernprozess Einkaufen und seinen Teilprozess Produktionsauftrag auslösen/schreiben beschrieben. Im konkreten Fall heißt der Schritt im Verlag aber Satzauftrag schreiben. Es kann weitere Schritte geben, die Reproauftrag schreiben oder Druckauftrag schreiben heißen. Damit wird einerseits ihr Prozesszusammenhang – spezifische Qualität der Prozess-Schritte – beschrieben. Noch nicht beschrieben ist damit andererseits, welche Voraussetzungen jeweils erfüllt sein müssen oder für welche Folge dies eine (u.U. zwingende) Voraussetzung ist. Insbesondere wenn Prozess-Schritte parallel laufen, ist ihre spezifische Qualität von Bedeutung: Stehen sie in einem Zusammenhang oder nicht? Hängen sie von gleichen oder unterschiedlichen Voraussetzungen ab oder schaffen sie solche?

Dafür liefern gerade unter Workflow-Gesichtspunkten die ausführlichen Beschreibungen der von der Werkstatt erarbeiteten Standard-Teilprozesse wertvolle Hinweise, weil dort zahlreiche allgemeine Ansatzpunkte für eine Beschreibung der konkreten Qualität existieren. Denn bei der detaillierten Einzelanalyse wurde u.a. bereits die Fragestellung untersucht, wie der jeweilige Teilprozess in seine Umgebung eingebettet ist, welche Ereignisse seinen Start auslösen und mit welchen das geplante Ergebnis nachprüfbar erstellt ist. Auch wer für das Ergebnis und das Einhalten der Ziele Verantwortung trägt, ist benannt: Somit sind auf einer allgemeingültigen, abstrakten Ebene wesentliche Voraussetzungen für eine Workflow-Organisation bereits definiert.

Warum ist das Verständnis von Workflow so entscheidend?

Das Denken in Verlagen konzentriert sich noch immer auf den Weg hin zum einzelnen Produkt. Dieses muss sich aber zu einem Denken über Prozesse wandeln, die für viele unterschiedliche Print- und Non-Print-Produkte gelten, wenn es schon jetzt nicht mehr nur Bücher als Verlagsprodukte gibt.

Aber: Eine Workflow-Darstellung, genau zugeschnitten auf eine bestimmte Produktart in einem bestimmten Verlagshaus, ist als solche zu spezifisch für eine Verallgemeinerung oder Standardisierung. Andererseits ist die Darstellung der Berliner Werkstatt Herstellung in den publizierten „Standardprozessen der Herstellung“ u.U. zu abstrakt, um in den Verlagen unmittelbar angewendet werden zu können. Auf der einen Seite steht also die abstrakte, allgemeingültige Darstellung der Prozesse und auf der anderen Seite die des „Machens“, die viele Detail-Antworten liefert, die so aber nur in ihrem spezifischen Umfeld Gültigkeit haben.

Die Aufgabe besteht nun darin, eine Beziehung zu schaffen zwischen den erarbeiteten Standardprozessen und dem, was konkret im Verlag passiert. Dafür werden für unterschiedliche Produkte konkrete Verlagsabläufe Teilprozess-Schritten des Prozessmodells zugeordnet. Gesucht wird eine Ebene, die unterschiedlich stattfindende Prozesse mit einer gemeinsamen, allgemeinen Sprache beschreiben kann. Wenn diese gemeinsame Sprache – die zunächst hypothetisch als „Meta-Ebene“ umschrieben ist – gefunden ist, lässt sich klären, ob Workflow-Elemente oder gar Workflows als Ganzes in verschiedenen Verlagen identische Inhalte beschreiben oder nicht. Das Ziel der Sprachfindung besteht letztlich darin, einen Ablauf zu kreieren, in dem auch einzelne Hersteller sich wiederfinden können, der zeigt, wo im Prozessablauf man steht und welchen Spielraum man dort hat. Idealerweise sind die Elemente dieses Ablaufs frei konfigurierbar und Abweichungen möglich, ohne das Ganze in Frage zu stellen. Der zu erarbeitende Standard-Workflow muss die Ebene darstellen, mit der sich auf Basis der veröffentlichten „Standard-Prozesse“ unterschiedliche, konkrete Wirklichkeiten erklären lassen.

(Dieser Beitrag wurde in leicht geänderter Form im buchreport.spezial 2008 „Herstellung und Management“ abgedruckt.)

Interview mit Helmut von Berg über die Werkstatt

Freitag, Juli 18th, 2008

Logo_boersenblatt.netboersenblatt.net, das Online-Magazin für den deutschen Buchhandel, führte am 17.7.2008 ein Gespräch mit Helmut von Berg, Direktor Klopotek & Partner GmbH und Initiator der Berliner Werkstatt Herstellung.

Lesen Sie in dem Gespräch, warum die Arbeitsgruppe ins Leben gerufen wurde und wo sie heute, nach 14 Workshop-Treffen, steht.

Zukunft der Herstellung

Donnerstag, November 1st, 2007

Paradigmenwechsel in der Herstellung

„Der Herstellungsleiter ist ein Prozessmanager geworden“, betitelte das buchreport-Magazin im Mai 2007 in einem spezial zum Thema “Herstellung & Management” ein Interview mit Markus Wilhelm, Herstellungsleiter des Prestel Verlags. Der Hersteller sei mittlerweile derjenige, der „die Fertigungskosten und Termine im Auge behält“, während Aufgaben wie „Repro, die grafische Gestaltung, das Layout, der Satzumbruch und der Druck“, die früher zu seinem Kernbereich zählten, von externen Dienstleistern übernommen würden.

Auch aus einer Gesprächsrunde von vier Herstellungsleitern im selben Heft wird deutlich, dass sich das Berufsbild rasant verändert. „Der Hersteller und vor allem der Herstellungsleiter muss zunehmend in IT-Fragen kompetent sein“, sagt Oswald Immel vom C. Hanser Verlag. „Die gute Kompetenz in Fragen der Typografie und des Materials eines Buches reicht nicht mehr aus.“

Renate Stefan vom Berlin Verlag ist davon überzeugt, dass die Hersteller „heute besser ausgebildet“ sein müssen als früher. „Als Herstellungsleiterin bin ich immer stärker in einer Schnittstellenfunktion. Ob Marketing, Vertrieb oder Lektorat: Die Herstellung muss immer in der Lage sein, Vorgehensweisen und Lösungen anzubieten.“

Ellen Böckmann von BIFAB streicht heraus, dass man sich als Hersteller heute „mehr auf das Produktionsmanagement und weniger auf die klassischen Tätigkeiten“ konzentriere: „Es kommt auf die Prozesssteuerung an und auf den Einsatz neuer digitaler Techniken.“

Ingo Eichel, Springer Science+Business Media, spricht von einer „Industrialisierung“, die den Arbeitsbereich erfasst habe: „Die Herstellung kreiert und steuert künftig Prozesse, mit denen aus medienneutralen Inhalten die unterschiedlichsten Produkte generiert werden.“

Zum Innovationsträger werden

Im buchreport-Magazin vom Juli 2006 unterhält sich Dr. Thomas Wilking mit Erhardt F. Heinold, Unternehmensberatung Heinold, Spiller und Partner, und Helmut von Berg, Direktor Klopotek und Partner. Anlass des Gesprächs ist die Studie „Herstellung im Verlag – Status Quo und Perspektiven“, die von Heinold, Spiller und Partner erstellt wurde und an der von Berg intensiv mitarbeitete.

„Der Hersteller muss seine Rolle neu finden“, sagt von Berg in dem Artikel, Herstellung als Kompetenzbereich werde es auch in Zukunft weiter geben, doch sei die organisatorische Form dieses Bereichs derzeit noch völlig offen. Auch Heinold betont in dem Gespräch, dass „sich das Berufsbild verändert“. Er sehe den Hersteller der Zukunft als „eine Art Innovationsträger“ im Verlag, der technische Entwicklungen und Möglichkeiten verfolgt und nutzbar macht.

Haupt-Herausforderung Digitalisierung

In der Studie selbst, die über die Homepage von Klopotek bestellt werden kann, erwarten 96,4 Prozent der befragten Geschäftsführer von Verlagen, dass sich der Bereich Herstellung verändern wird, wobei sie als Haupttreiber dieser Entwicklung die sich verändernden Märkte und die Digitalisierung von Produkten und Produktionsketten angeben.

„Print is Dead“ ist der polemische Titel eines englischsprachigen Blogs, der eine Zukunft ohne Buch zumindest als das Medium prognostiziert, als das wir es heute kennen: “For over 1.500 years books have weathered numerous cultural changes remarkably unaltered. […] Now, for the first time since the Middle Ages, all that is about to change.” Was bedeutet dies – wenn es stimmt – für die Herstellung?