from editorial to market 2008

Mai 13th, 2008

Forum 2008 LogoKlopotek und arvato systems, IT-Dienstleister der Bertelsmann AG, haben am 8. und 9. Mai 2008 das 5. internationale Forum Herstellung im Verlag in Berlin organisiert. Namhafte Verlagsmitarbeiter, Dienstleister, Zulieferer und Technologiefachleute diskutierten in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz zu den Themen „Publishing in Flux“ und „Winning in the New World“.

Die Berliner Werkstatt Herstellung präsentierte ihre bisherigen Ergebnisse.

Sie können sich über die Referenten und Titel der Vorträge informieren, eine Kongress-Dokumentation herunterladen und die Lebensläufe und Präsentationen der Referenten einsehen.

Untersuchung von Vor-Ort-Workflows beschlossen

März 19th, 2008

Am 13. März 2008 kam die Berliner Werkstatt Herstellung zum 14. Mal zusammen, diesmal in Leipzig.

Die Teilnehmer diskutierten zunächst über den Ansatz einer Arbeitsgruppe, der mit MS Project auf Basis der von der Werkstatt bereits publizierten Standardprozesse generiert wurde. Die Teilnehmer kamen zu dem Ergebnis, dass der Output der Projektplanungssoftware als Terminplan für die Hersteller nützlich ist, jedoch keine Informationen über die spezifische Qualität der Prozesse liefert.

Daraufhin wandte sich die Runde der Analyse eines konkreten Workflows zu, der der Werkstatt vorab von einem teilnehmenden Verlag zur Verfügung gestellt worden war. Die Untersuchung zeigte, dass zwischen diesem ‚Vor-Ort-Workflow’ aus der realen Welt des ‚Machens’ und den abstrakten „Standardprozessen der Herstellung“ eine Diskrepanz besteht. Der Vor-Ort-Workflow ist notwendigerweise auf eine bestimmte Produktart in einem bestimmten Verlagshaus zugeschnitten und daher sehr spezifisch. Die Standardprozesse, wie sie in der Broschüre vorliegen, sind hingegen sehr allgemein. Das Ziel der weiteren Werkstatt-Arbeit muss also darin bestehen, folgerten die Teilnehmer, ein Bindeglied zwischen der der Welt des Machens und der Abstraktion zu finden, damit eine Beschreibungsebene entsteht, die unterschiedlich stattfindende Prozesse mit einer gemeinsamen, allgemeinen (Meta-)Sprache beschreiben kann.

Um dieses Bindeglied fassbar zu machen und näher bestimmen zu können, verabschiedete die Werkstatt schließlich ein Konzept, das darauf basiert, eine möglichst große Zahl von Vor-Ort-Workflow-Beschreibungen aus Verlagen zusammenzutragen und ihre herstellerisch wesentlichen Elemente im Vergleich zu analysieren. Hierfür wurde die Bildung von zwei Arbeitsgruppen (in Berlin und München) beschlossen, deren Ergebnisse bei dem nächsten Treffen in großer Runde – voraussichtlich im September 2008 – miteinander abgeglichen werden sollen. Bei diesem nächsten Treffen soll auch versucht werden, eine Definition des Begriffs ‚Workflow’ zu erarbeiten, mit der alle Mitglieder der Berliner Werkstatt Herstellung gut arbeiten können.

Agenda für den 13. März 2008

Februar 29th, 2008

Die 14. Berliner Werkstatt Herstellung

9:30 - Registrierung und Frühstück

10:00 - Begrüßung und Präsentation der Vorbereitungsgruppe
             (Diskussion der Vorschläge der Vorbereitungsgruppe)

12:00 - Mittagspause

13:00 - Fortführung der Diskussion

14:30 - Kaffeepause

15:00 - Zusammenfassung und Entscheidung über die nächsten Schritte

16:00 - Ende der 14. Werkstatt

(Für Informationen zum Tagungsort wenden Sie sich bitte an S.Kaufer(AT)klopotek.de)

Forum Herstellung im Verlag: Diskutieren Sie mit

Februar 18th, 2008

forum_2008_pic.jpgKlopotek und arvato systems, IT-Dienstleister der Bertelsmann AG, möchten Sie zum 5. internationalen Forum Herstellung im Verlag in Berlin einladen. Namhafte Verlagsmitarbeiter, Dienstleister, Zulieferer und Technologiefachleute diskutieren am 8. und 9. Mai 2008 in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz zu den Themen „Publishing in Flux“ und „Winning in the New World“.

Informieren Sie sich hier über die Titel der Vorträge und Workshops und die Namen der Vortragenden.

Wenn Sie sich per bis 29. März 2008 per Fax-Formular zur Teilnahme anmelden, können Sie sich einen Frühbucherrabatt sichern (399,- EUR + Mwst anstatt 499,- EUR + Mwst).

Entscheidung für Meilensteine-Modell

Januar 30th, 2008

Auf ihrer 13. Tagung vom 28. Januar 2008 beschäftigte sich die Berliner Werkstatt Herstellung mit dem Thema Prozessketten. Das längerfristige Ziel besteht darin, auf der Basis der bereits publizierten Standard-Herstellprozesse Standards für den Herstellungs-Workflow im Verlag zu modellieren.

Die beiden zum effektiveren Arbeiten gebildeten Untergruppen Berlin und München/Stuttgart präsentierten einleitend ihre Ergebnisse aus dem jeweiligen Versuch, den Prozessablauf für ein Printprodukt konkret zu bestimmen.

Bei ihrem Treffen stellte die Berliner Untergruppe fest, dass eine genaue Workflow-Aufschlüsselung für einen bestimmten Verlag eine tiefergehendere Einzelschrittdarstellung der Prozesse verlangen würde, als sie bislang mit der Publikation der Standardprozesse der Herstellung vorliegt.

Die Untergruppe München/Stuttgart hingegen orientierte sich auf einer abstrakteren Ebene an den Meilensteinen, die im Laufe des gesamten Herstellprozesses in jedem Verlag erreicht werden müssen, und fragte: Welche Schritte sind für das Erledigen jedes einzelnen Meilensteins erforderlich? Ohne spezifizierend ins Detail zu gehen unterschied man in Produktionsmanagement-, Contentmanagement-, Beschaffungsmanagement-, Prozessmanagement- und (periodisch im Hintergrund ablaufende) „Remote“-Prozesse, die chronologisch geordnet dargestellt wurden.

Die Berliner Werkstatt Herstellung beschloss, das Meilensteine-Modell weiterzuverfolgen und auf den Prüfstand zu stellen. Aus den Diskussionen ging hervor, dass die Behandlung einiger Teilprozesse als Hintergrundprozesse (Remote-Prozesse) zu einer falschen Sicht führen könnte. Eine Unterscheidung in „individuell“ oder „Standard“ als Merkmal jedes einzelnen Prozessschritts schon im Vordergrund ist zur Unterscheidung möglicherweise besser geeignet als das allgemeine Verhältnis „Vordergrund-“ oder „Hintergrundprozess“, folgerte die Werkstatt.

Bis zum nächsten Treffen wird eine Arbeitsgruppe versuchen, das Meilensteine-Modell als  Projektmanagement-Ansatz darzustellen und das Ergebnis an alle Mitglieder weiterleiten. Etwaige Abweichungen und eine weitere Ausdifferenzierung des Modells werden bei der 14. Berliner Werkstatt Herstellung diskutiert, die voraussichtlich am 13. März 2008 in Leipzig stattfindet.

Agenda für den 28. Januar 2008

Januar 25th, 2008

Die 13. Berliner Werkstatt Herstellung 

9:30 - Registrierung und Frühstück

10:00 - Begrüßung und Präsentation der Arbeitsgruppen
             (Präsentation Ansätze Berlin und München)

12:00 - Mittagspause

13:00 - Diskussion der präsentierten Ansätze der Arbeitsgruppen

14:30 - Kaffeepause

15:00 - Diskussion und Entscheidungen über weiteres Vorgehen

16:00 - Ende der 13. Werkstatt

(Für Informationen zum Tagungsort wenden Sie sich bitte an S.Kaufer(AT)klopotek.de) 

Zukunft der Herstellung

November 1st, 2007

Paradigmenwechsel in der Herstellung

„Der Herstellungsleiter ist ein Prozessmanager geworden“, betitelte das buchreport-Magazin im Mai 2007 in einem spezial zum Thema “Herstellung & Management” ein Interview mit Markus Wilhelm, Herstellungsleiter des Prestel Verlags. Der Hersteller sei mittlerweile derjenige, der „die Fertigungskosten und Termine im Auge behält“, während Aufgaben wie „Repro, die grafische Gestaltung, das Layout, der Satzumbruch und der Druck“, die früher zu seinem Kernbereich zählten, von externen Dienstleistern übernommen würden.

Auch aus einer Gesprächsrunde von vier Herstellungsleitern im selben Heft wird deutlich, dass sich das Berufsbild rasant verändert. „Der Hersteller und vor allem der Herstellungsleiter muss zunehmend in IT-Fragen kompetent sein“, sagt Oswald Immel vom C. Hanser Verlag. „Die gute Kompetenz in Fragen der Typografie und des Materials eines Buches reicht nicht mehr aus.“

Renate Stefan vom Berlin Verlag ist davon überzeugt, dass die Hersteller „heute besser ausgebildet“ sein müssen als früher. „Als Herstellungsleiterin bin ich immer stärker in einer Schnittstellenfunktion. Ob Marketing, Vertrieb oder Lektorat: Die Herstellung muss immer in der Lage sein, Vorgehensweisen und Lösungen anzubieten.“

Ellen Böckmann von BIFAB streicht heraus, dass man sich als Hersteller heute „mehr auf das Produktionsmanagement und weniger auf die klassischen Tätigkeiten“ konzentriere: „Es kommt auf die Prozesssteuerung an und auf den Einsatz neuer digitaler Techniken.“

Ingo Eichel, Springer Science+Business Media, spricht von einer „Industrialisierung“, die den Arbeitsbereich erfasst habe: „Die Herstellung kreiert und steuert künftig Prozesse, mit denen aus medienneutralen Inhalten die unterschiedlichsten Produkte generiert werden.“

Zum Innovationsträger werden

Im buchreport-Magazin vom Juli 2006 unterhält sich Dr. Thomas Wilking mit Erhardt F. Heinold, Unternehmensberatung Heinold, Spiller und Partner, und Helmut von Berg, Direktor Klopotek und Partner. Anlass des Gesprächs ist die Studie „Herstellung im Verlag – Status Quo und Perspektiven“, die von Heinold, Spiller und Partner erstellt wurde und an der von Berg intensiv mitarbeitete.

„Der Hersteller muss seine Rolle neu finden“, sagt von Berg in dem Artikel, Herstellung als Kompetenzbereich werde es auch in Zukunft weiter geben, doch sei die organisatorische Form dieses Bereichs derzeit noch völlig offen. Auch Heinold betont in dem Gespräch, dass „sich das Berufsbild verändert“. Er sehe den Hersteller der Zukunft als „eine Art Innovationsträger“ im Verlag, der technische Entwicklungen und Möglichkeiten verfolgt und nutzbar macht.

Haupt-Herausforderung Digitalisierung

In der Studie selbst, die über die Homepage von Klopotek bestellt werden kann, erwarten 96,4 Prozent der befragten Geschäftsführer von Verlagen, dass sich der Bereich Herstellung verändern wird, wobei sie als Haupttreiber dieser Entwicklung die sich verändernden Märkte und die Digitalisierung von Produkten und Produktionsketten angeben.

„Print is Dead“ ist der polemische Titel eines englischsprachigen Blogs, der eine Zukunft ohne Buch zumindest als das Medium prognostiziert, als das wir es heute kennen: “For over 1.500 years books have weathered numerous cultural changes remarkably unaltered. […] Now, for the first time since the Middle Ages, all that is about to change.” Was bedeutet dies – wenn es stimmt – für die Herstellung?

Von Prozessen zu Prozessketten

Oktober 31st, 2007

Das neue Arbeitsthema der Berliner Werkstatt Herstellung

Auf der 12. Tagung im September 2007 in München haben die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Berliner Werkstatt Herstellung die „Standardprozesse der Herstellung“ in der Druckfassung des Arbeitshandbuchs verabschiedet, das zur Frankfurter Buchmesse 2007 erschienen ist. Auf diesem Treffen wurde auch das Vorgehen zur Analyse und Definition von allgemeingültigen Workflows festgelegt.

Auf Basis der definierten Herstellprozesse sollen aus den einzelnen Teilprozessen mit definiertem Start, Ende und Prozess-Ergebnis durchgängige Prozessketten entstehen.

Herausforderungen auf dem Weg zum Ziel

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen eine ganze Reihe von Fragen angegangen und beantwortet werden.

Ist Workflow organisationsspezifisch? Oder ist er produktspezifisch? Bleiben im zweiten Fall vielleicht schlussendlich nur 80 Prozent des generellen Workflows erhalten und müssen, wenn es verschiedene Produkte gibt, einzelne Variantentreiber beschrieben werden? Werden vielleicht mehrere Standards benötigt?

Müssen verschiedene Prozessketten für unterschiedliche Produkte oder Unternehmen – oder vielleicht nach abstrakteren Gesichtspunkten wie „Print“ oder „Online“, etc. – erarbeitet werden? Wie können solche Prozesse dargestellt werden? Wie gehen wir damit um, wenn Prozesse parallel verlaufen? Ist eine hierarchische Abhängigkeit von Prozessen schwieriger darzustellen als eine chronologische? Wie können wir die unterschiedlichen Abhängigkeiten der einzelnen Prozessschritte voneinander darstellen?

Ist als Nebeneffekt die Bildung einer spezifischen „Sprache“ zu erwarten, die selbst zum Standard werden könnte? Da es – im Gegensatz etwa zur Automobilbranche – noch keine Festlegung für Workflows in Verlagen gibt, stellt sich weiterhin die Frage, ob die Berliner Werkstatt Herstellung Regeln der Sprachverwendung durch die „Eindeutigkeit des verwendeten Vokabulars“ prägen kann.

Einen Anfang machen

Am Ende stand der Beschluss, sich bis zum nächsten Treffen in großer Runde zunächst wieder in zwei Arbeitsgruppen – München und Berlin – aufzuteilen. Jede der beiden Gruppen wird zum Thema „Print“ tagen und versuchen, auf dieser Abstraktionsebene konkretisierte Abläufe für einzelne Produkte zu bestimmen. Bei der 13. Tagung der Werkstatt im Januar 2008 in Berlin werden beide Lösungsansätze dann miteinander abgeglichen, um das weitere Vorgehen endgültig zu entscheiden.

Zwei Links zu englischsprachigen Blogs

Oktober 29th, 2007

Unter der Rubrik “Herstellrelevant” wurden zwei neue Links zu englischsprachigen Seiten hinzugefügt.

Print is Dead behandelt das Thema “books in our digital age”.
Aus der Inhaltsbeschreibung: “The blog consists of links to contemporary articles concerning the fate of physical media in a variety of formats, including newspapers, CDs, DVDs, and of course books, not to menion touching upon how the disappearance of these media formats — along with the inevitble rise in digital delivery and consumption — will change the way entire generations think about art, commerce, and communication.”

Booksellers Association ist der Blog der gleichnamigen Institution in Großbritannien und Irland.
Aus der Inhaltsbeschreibung: “Topical items and views on digital publishing and content issues that make the news. This blog follows the report ‘Brave New World’, published by the Booksellers Association and authored by Martyn Daniels.”

Wird das digitale Publizieren in Zukunft das Buch gänzlich verdrängen? Was ist Ihre Meinung? Und wünschen Sie mehr Links zu solchen Themen?

Um sich als Benutzer/in des Blogs der Berliner Werkstatt Herstellung zu registrieren, können Sie eine Email an s.kaufer[AT]klopotek.de schicken.

Content Drives Publishing

Oktober 8th, 2007

Die englischsprachige Eröffnungsveranstaltung des Buchmesse-Forums Verlagsherstellung am Mittwoch um 10:00 in Halle 4.0 diskutiert ein zentrales strategisches Thema:

CONTENT DRIVES mit

David Worlock, Outsell Inc.
Fionnuala Duggan, Random House Digital
Thomas Forner, Springer Business Media
Max Schireson, Mark Logic Company
Mike Shatzkin, The Idea Logic Company
Publizieren verändert sich gegenwärtig auf sehr dynamische Weise. Die wichtigste treibende Kraft der Entwicklung ist Content, in welcher Form oder welchem Format auch immer. Content treibt notwendige Werkzeuge und ihre Weiterentwicklung. Content treibt Vertriebskanäle und Plattformen, die entwickelt werden um in engeren Kontakt mit spezifischen Märkten zu kommen. Content treibt Publizieren im engsten Sinn, denn völlig neue Strukturen und technische Formate sind erforderlich, um den Content im digitalen Universum auffindbar zu organisieren.

Weitere Einzelheiten finden Sie unter
http://www.forum-verlagsherstellung.de